Dieser Schmetterling kann bei weitem nicht mit der Schönheit eines Pfauenauges mithalten und auch sonst lässt sich leider nichts Positives über dieses Insekt sagen. Wie auch der Name schon sagt, befällt dieses Insekt ausschließlich Eichen-Arten. Wenn auch seine Bedeutung als Forstschädling bisher relativ gering war, erfährt diese Art durch den Klimawandel einen Aufschwung. Das eigentliche Hauptproblem sind jedoch die Brennhaare der Raupen. Der Prozessionsspinner entwickelt sich über sechs Larvenstadien zu einem fertigen Schmetterling. Ab dem 3. Stadium, welches etwa im Mai beginnt, produzieren die Raupen als Abwehr gegen Fraßfeinde die giftigen Brennhaare, die die allergischen Reaktionen mit brennendem Juckreiz und Reizungen der Atemwege, auslösen. Die Raupen bilden Gespinstnester, in denen sie sich tagsüber aufhalten, sich häuten und verpuppen. In diesen Nestern sind besonders viele dieser giftigen Haare, die auch über mehrere Jahre hinweg zu Reizungen bei Menschen und Tieren führen können. [1]

Sollten Sie ein Vorkommen dieser Raupen bemerken, versuchen Sie keinesfalls diese auf eigene Faust zu bekämpfen! Kontaktieren Sie uns – wir entfernen die Nester und verzichten dabei komplett auf chemische Mittel. Unser geschultes Personal trägt zu diesem Zweck Ganzkörperschutzanzüge, besprüht die Nester mit Sprühkleber damit die Haare der Raupen fixiert werden und entfernt dann die Nester mittels Zangen. Durch diese Vorgehensweise werden andere Bewohner im Baum geschont.

 
 

Quelle:
[1] Delb Horst, Seemann Dieter, Schröter Hansjochen (2002): Eichenprozessionsspinner. FVA-Waldschutz-Info 1/2002, 2. Auflage, April 2005.


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